Fachbereiche benötigen KI-Kompetenzen, um Anwendungsfälle zu erkennen, KI-Ergebnisse einzuordnen und KI sinnvoll in ihre täglichen Prozesse zu integrieren. Ziel ist nicht technisches Expertenwissen, sondern die Fähigkeit, KI fachlich zu steuern und produktiv zu nutzen.
Eine zentrale Kompetenz ist das Verständnis für Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von KI im eigenen Aufgabenbereich. Fachbereiche sollten beurteilen können, welche Tätigkeiten sich für KI eignen, wo Automatisierung sinnvoll ist und wann menschliche Entscheidungen weiterhin notwendig bleiben. Wichtige Hinweise für die Identifikation von Use Cases finden Sie auch in unseren Beiträgen „Welche Prozesse lassen sich mit KI automatisieren?“ und „Wo bietet KI für Unternehmen den größten Mehrwert?“.
Ebenso wichtig ist der kompetente Umgang mit KI-Ergebnissen. Fachliche Nutzer:innen müssen KI-Resultate bewerten, plausibilisieren und in den jeweiligen Kontext einordnen können. Dazu gehört, Unsicherheiten zu erkennen, Ergebnisse zu hinterfragen und gegebenenfalls zu korrigieren. Auch bei der Nutzung von maßgeschneiderten KI-Agenten bleibt die fachliche Verantwortung beim Menschen, KI unterstützt, ersetzt aber keine Expertise.
Darüber hinaus benötigen Fachbereiche Prozess- und Schnittstellenkompetenz. Sie müssen verstehen, wie KI in bestehende Abläufe eingebettet ist, welche Daten genutzt werden und wie Übergaben zwischen Menschen und KI funktionieren. Dieses Verständnis ist entscheidend, um Reibungsverluste zu vermeiden und KI wirksam in den Alltag zu integrieren.
Schließlich spielen kommunikative und veränderungsbezogene Kompetenzen eine Rolle. Fachbereiche sind oft Multiplikatoren für neue Arbeitsweisen. In enger Verbindung mit Change Management tragen sie dazu bei, Akzeptanz aufzubauen und Erfahrungen aus der Praxis zurückzuspielen.
Gezielte Trainings im Rahmen von Training & Weiterbildung stellen sicher, dass Fachbereiche diese Kompetenzen aufbauen und KI nicht nur anwenden, sondern aktiv mitgestalten können.


