Der Aufwand für die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie hängt maßgeblich von Ausgangslage, Unternehmensgröße und Ambitionsniveau ab. Entscheidend ist, ob bereits Nachhaltigkeitsaktivitäten, Daten und Strukturen vorhanden sind oder ob die Strategie neu aufgebaut wird.
Unternehmen mit bestehenden Initiativen können in der Regel auf vorhandenen Analysen, Maßnahmen und Kennzahlen aufsetzen. Der Fokus liegt dann auf der strukturierten Bündelung und strategischen Einordnung dieser Inhalte. Zentrale Arbeitsschritte sind die Status-quo-Analyse, die Priorisierung relevanter Themen sowie die Ableitung klarer Ziele und Maßnahmen – also genau die Bausteine, die im Beitrag „Was gehört zu einer Nachhaltigkeitsstrategie?“ näher beschrieben werden.
Ist Nachhaltigkeit bislang nur punktuell verankert, ist der initiale Aufwand höher. Dieser zahlt sich jedoch schnell aus, da eine klare Strategie spätere Anforderungen deutlich effizienter macht. Themen wie Nachhaltigkeits-Reporting, Klimastrategien oder Lieferketten-Due-Diligence lassen sich auf Basis einer definierten Strategie wesentlich strukturierter und mit geringerem Zusatzaufwand umsetzen.
Zudem gilt: Eine Nachhaltigkeitsstrategie muss nicht von Beginn an maximal detailliert sein. Sie kann schrittweise entwickelt und kontinuierlich weitergeschärft werden. Umfang und Tiefe orientieren sich am Geschäftsmodell, an verfügbaren Ressourcen und an den konkreten Anforderungen. Gerade diese Skalierbarkeit macht eine Strategie für Unternehmen jeder Größe mehrwertig. Weitere Hintergründe zu der Frage, ab welcher Unternehmensgröße eine Nachhaltigkeitsstrategie sinnvoll ist, erläutern wir in diesem Beitrag.
Insgesamt ersetzt eine gut aufgesetzte Nachhaltigkeitsstrategie ungeordnete Einzelmaßnahmen durch einen klaren Rahmen, schafft Transparenz und ermöglicht gezielte Steuerung. Damit bildet sie gleichzeitig die Grundlage für die Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance und wirkt sich so direkt auf die Unternehmensperformance in ESG-Ratings aus.


